#imhalbschlaf 002
- Anton Adler

- 10. März 2023
- 2 Min. Lesezeit
Tiger Traum Schreien

Ich hatte neulich einen Traum. Ich weiß, das ist nicht gerade das beste Thema für den Anfang und lässt an der Seriosität meiner Kolumne zweifeln, aber es ist nun mal das erste, was mir in den Kopf kam.
Also, ich hatte einen Traum. Darin waren wir mit meinem Bruder im Wald und sahen plötzlich einen Tiger vor uns. Nach allen Regeln von Träumen griff dieser uns selbstverständlich an. Eine weitere Regel von Träumen besagt, dass man darin so schnell rennen kann wie ein Käfer in Winterstarre. Folglich war jede Flucht zwecklos, der Tiger holte uns schnell ein. Doch mein Bruder hatte eine grandiose Idee: Er brüllte den Tiger an und reckte die Hände in die Höhe. Der Tiger erschrak und rannte weg - nur um kurze Zeit später wieder zurückzukommen. Also schrie mein Bruder ihn wieder an. Beim dritten Mal wollte ich schließlich helfen. Ich nahm all meinen Mut zusammen, machte mich groß, hob die Hände hoch und schrie aus ganzer Kehle. Vorher wachte ich aber noch auf, sodass der Schrei keineswegs im Traum blieb. Glücklicherweise wohne ich alleine. Versuch mal deiner Freundin zu erklären, dass du nicht etwa nachts geschrien hast, weil du einen Albtraum hattest, sondern weil du eine Raubkatze verscheuchen wolltest.
Weder will ich jetzt hier eine Traumdeutung vornehmen, noch jemanden dazu aufrufen, es für mich zu tun, da ich an so etwas nicht glaube. Interessant finde ich nur, dass mir mein Gehirn offenbar einen Streich gespielt hat, mich dazu verleitet hat, nachts zu schreien. Das hat mir zwar wertvolle Stunden Schlaf gekostet, aber zugegeben - für diesen Prank war es das wert.
Auch brachte mich das zu folgendem Gedanken: Was wäre, wenn unser Gehirn gar nicht wir selbst sind? Das würde übrigens erklären, wieso zwar alle Menschen ein Gehirn besitzen, es aber nicht alle benutzen. Vielleicht kommen sie einfach nicht gut mit ihrem Gehirn klar. Was kann man dann also tun, um sich mit ihm anzufreunden? Mein Tipp: Das nächste Mal, wenn es euch einen Streich spielt, lacht darüber. Mit diesen Worten, gute Nacht und schöne Träume!


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