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#imhalbschlaf 013

  • Autorenbild: Anton Adler
    Anton Adler
  • 9. Feb. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Obst Korb Sozialismus


Obst Korb Sozialismus

Neulich las ich ein paar Mails auf der Arbeit und nahm mir geistesabwesend eine Banane aus dem von der Firma bereitgestellten Obstkorb. Erst im Bett kam mir der GENIALE Gedanke: Obstkörbe sind doch eigentlich Sozialismus.


Halt stopp, nicht wegklicken! Ich bin nicht verrückt, ich kann das erklären! Entscheidet sich der Arbeitgeber für einen Obstkorb am Arbeitsplatz, zahlt er damit einen Teil des Lohns für die Arbeitnehmer:innen. Er könnte ja auch den Korb weglassen und dafür den Lohn ein Stück weit anheben. Nun ist das Ganze für ihn eine lukrative Sache: Ein Obstkorb kostet jetzt nicht so viel (auch wenn er, zumindest laut meinem Arbeitgeber, Bio ist), die Lohnsteigerung würde den Arbeitnehmer:innen nicht besonders auffallen. So ein frischer Snack zwischendurch ist aber eine willkommene Sache und wird von den meisten Angestellten sehr positiv aufgenommen.


So weit, so gut. Jetzt widerspricht das aber eigentlich dem Gedanken der Marktwirtschaft. Denn laut ihr haben alle Menschen unterschiedliche Präferenzen, wie sie ihr Konsumbündel zusammenstellen. Einige lieben Obst und für sie ist das super. Andere essen aber vielleicht gar kein Obst und für sie wäre es besser, sie hätten stattdessen mehr Lohn bekommen. Der Sozialismus würde hier anders argumentieren: Obst ist ein Grundnahrungsmittel und es brauchen alle. Für den Arbeitgeber ist es günstiger, es zu kaufen, da er bestimmt Mengenrabatt kriegt. Für nur einen kleinen Teil des Lohns der Arbeitnehmer:innen kann so für eine ausgewogene Ernährung dieser gesorgt werden.


Ich will an dieser Stelle in keiner Weise den Sozialismus bewerten. Ich kann nur sagen, dass ich Obstkörbe verdammt geil finde.

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