Von Rechts zum Islamismus
- Anton Adler

- 24. Aug. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Nach der schrecklichen Messerattacke eines Islamisten in Mannheim werden die Rufe nach Abschiebungen laut. Doch was zunächst völlig logisch erscheint, könnte dem Islamismus sogar in die Hände spielen.

Am 31. Mai fand eine Messerattacke eines afghanischen Migranten auf einem Marktplatz in Mannheim statt. Sechs Personen wurden verletzt, ein Polizist starb später an den Folgen. Die Tat war islamistisch motiviert, der Angriff galt dem Vorsitzenden des islamkritischen Vereins Bürgerbewegung Pax Europa.
Die Reaktionen auf diese zweifellos fürchterliche Tat aus der Politik waren eindeutig: Der Angriff werde aufs Schärfste verurteilt und es müsse Abschiebungen von Schwerstkriminellen nach Afghanistan und Syrien geben. Das kam sowohl von der Mehrheit der Regierung als auch von den größten Oppositionsparteien.
Und zunächst erscheint dieser Schritt absolut schlüssig: Menschen, die hier Straftaten begehen, haben ihr Gastrecht verwirkt. Aber schauen wir uns das Ganze mal genauer an. Als Erstes müssen wir entscheiden, in welches Land die Abschiebung erfolgen wird. Wir könnten einen Drittstaat nehmen. Doch welches Land wird freiwillig verurteilte Terrorist:innen und Straftäter:innen annehmen? Wir müssten enorme Entschädigungen zahlen, die die Unterbringungskosten in unseren Gefängnissen bei weitem übersteigen würden. Die Menschen wären dann außerhalb unseres Beobachtungsbereiches, wir könnten nicht kontrollieren, ob sie nicht aus Einsparungsgründen dort über die Grenzen geschleust würden und dann auf illegalem Wege etwa wieder zu uns kommen.
Was wird wohl mit einem verurteilten Islamisten passieren, sobald er in ein islamistisches Land kommt?
Na gut, dann eben in die Herkunftsländer, aus denen die Täter:innen kommen! Der Islamist in Mannheim kam aus Afghanistan. Mit diesem Land führt Deutschland seit 2021 keine diplomatischen Beziehungen mehr, seit die Taliban an der Macht sind. Die Taliban sind eine islamistische Gruppierung, die in Afghanistan einen Gottesstaat aufgebaut haben. Wir müssten nicht nur mit denen diplomatische Beziehungen aufnehmen, sondern ihnen auch Geld zahlen, damit sie afghanische Straftäter:innen aufnehmen. Zusammengefasst wollen wir den Islamismus also bekämpfen, finanzieren ihn gleichzeitig aber mit. Wir können natürlich wieder nicht kontrollieren, wohin das Geld letztendlich fließt. Vielleicht in weitere Anschläge in Europa? Ziemlich lukrativ, schließlich werden diese neuen Terrorist:innen ja wieder abgeschoben und neues Geld fließt.
Und das Beste kommt noch: Was wird wohl mit einem verurteilten Islamisten passieren, sobald er in ein islamistisches Land kommt? Wenn er verurteilt wurde, weil er Ungläubige bestraft hat? Wird er dort wirklich seine gerechte Strafe für Mord kriegen? Oder doch eher als Held gefeiert und seinen Lebensabend unbeschwert verbringen können? Bei so einer Aussicht lohnt es sich doch gleich doppelt, solche Messerattacken durchzuführen.
Der Islamist in Mannheim hat eine grausame Tat begangen und verdient dafür eine gerechte Strafe - in dem Land, in dem er es getan hat.




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